Apr 23 2009

Online Communitys

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Meine Kolleginnen Sandra und Diana haben ein Buch zu Online-Communitys geschrieben, die in der Reihe “Social Media” des Salzburg NewMediaLab erscheint. Ende des Jahres werde ich einen Band in dieser Reihe zum Thema “Mobile Spielcommunitys” herausbrigen.
Ein kleines Video zur Einstimmung haben wir in den letzten Tagen gedreht - have fun!!

Erfolgreicher Aufbau von Online-Communitys from Salzburg Research on Vimeo.

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Mar 19 2009

Die Finanzkrise …

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Das hat zwar überhaupt nix mit meiner Arbeit zu tun, ich fand´s aber extrem interessant.  Wenn man mir nur alles so erklären würde! :-)


The Crisis of Credit Visualized from Jonathan Jarvis on Vimeo.

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Mar 14 2009

Wiimote Tisch.

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Ich spiele immer wieder gerne mit kleinen technischen Innovationen herum. Dabei hat mir die Sache mit den Wii Fernbedienungen immer gut gefallen. Dabei handelt es sich um das Steuern des Computers, indem man die Signale eines Infrarotstiftes mit der Wii Fernbedienung auffängt und per Bluetooth an den Computer überträgt. Der Computer interpretiert das dann als Maussignal und man hat für 39 Euro ein interaktives Whiteboard. Das wurde von Johnny Lee entwickelt, näheres dazu: http://www.wiimoteproject.com/

Ich habe das Konzept nun ein wenig modfiziert und in einen Glastisch eingebaut: Wer diesen live sehen will: Ich werde ihn (und noch ein paar andere Spielereien) in meinem Workshop auf unserer EduMedia Konferenz in Salzburg vorführen.

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Mar 11 2009

Vortrag: Thomas Häcker über Portfolios

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Thomas Häcker, Schulpädagoge und Portfolioexperte von der Universität Rostock, hat an der Uni Hamburg einen Vortrag zum Thema: “Entwicklungsportfolios - Bedrohung oder Mehrwert für angehende LehrerInnen” gegeben.

Mir gefällt dieser Vortrag insofern sehr gut, als dass die Schwierigkeiten bei der Einführung von Portfolios mit dem Schlagwort “Eine Lösung sucht ihr Problem” von Thomas Häcker umschrieben wird. Portfolios werden oft unreflektiert eingeführt und die Bedeutung bzw. die Zielsetzung wird dabei oft nur ungenügend analysiert - dabei ist das Arbeiten mit Portfolios ganz allgemein gesprochen, eine (mögliche) Antwort auf eine generelle Problemlage in intitutionellen Lehr/Lernkontexten.

Obwohl nicht speziell (bzw. gar nicht) auf E-Portfolios verwiesen wird bietet der 90-minütige Vortrag einen sehr guten Ein- bzw. Überblick in die Thematik und regt zu einer theoretischen Auseinandersetzung mit dem Thema ein.

Liebe Grüße auf diesem Weg nach Rostock :-)!

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Feb 13 2009

Winterschool 2009

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Wie letztes Jahr auch schon, war ich gemeinsam mit meiner Kollegin Sandra auf der TENCompetence Winterschool in Innsbruck - dieses Jahr allerdings als Referent. Thema: “Educational theories and concepts”.

Um das ganze von einem klassischen Workshopcharakter abzuheben, haben wir dieses Jahr eine Geschichte um unseren Workshop gesponnen und innerhalb dieser Geschichte die Inhalte untergebracht. Dabei sind einige interessante Dinge passiert.

Die Story:
Die MonsterAcademy hat einen neuen Rektor bekommen. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, das BA-Programm “Scaring and Frightning” unter pädagogisch durchdachten Gesichtspunkten neu zu planen und zu implementieren. Es gibt dazu zwei Videos, die als Teaser fungierten.

In den anschließenden Gruppenarbeiten wurden unter den verschiedenen Gesichtspunkten eine typische Arbeitswoche sowie die Prüfungsmodalitäten entwickelt, die in einer Kurzpräsentation als “MonsterNews” berichtet wurde. Unsere Monster werden dabei von Roddy Rube angeführt, dem etwas unkonventionellen Moderator, der die Klappe nicht halten kann und immer wieder mit blöden Aussagen punktet :-).

Der eigentliche Mehrwert in unserer Story kam aber durch das Setting und unsere unkonventionellen Interventionen: Nach der Hälfte der Zeit wurden neue Richtlininien als Breaking News ausgeteilt, die die Gruppenarbeit und damit die Kooperation antreiben sollten.  (Alle Materialien, die Interventionene und die Videos sind auf der Workshop-Website http://monsteracademy.wordpress.com zu finden.

Die Refelxion über den 3-stündigen Workshop verlief auf 4 Ebenen: Die TeilnehmerInnen selbst reflektierten über ihre Erfahrungen, diese wurden per Video aufgezeichnet und dokumentiert (zum Zusammenschneiden bin ich noch nicht gekommen :-( ).

Darüber hinaus hatten wir 2 Gruppen von Beobachtern, die sich die Gruppenprozesse angeschaut haben: Einerseits die gruppeninternen Prozesse mit der Frage: was hat sich aufgrund der Interventionen innerhalb der Gruppe verändert? Andererseits der gesamte Workshop mit der Frage: wie lassen sich durch unorthodoxe Stories und unterschiedliche Interventionen ganze Workshops effektiv betreiben.

Wir hatten irren Spaß bei der Vorbereitung und bei der Durchführung, die Monster (die Sandra selbst genäht hat) sind super angenommen worden und man hat gespürt, dass nur vereinzelt diese “kindische” Herangehensweise nicht gegriffen hat. Im Gegenteil: Durch die Loslösung von Bekanntem hin in einen Vorurteilsfreien Raum konnten sich die TeilnehmerInnen auf Ihre Arbeit konzentrieren und ihre Erfahrunge sammeln.

Hier noch ein paar Eindrücke, die ich mit der Kamera während der Winterschool eingefangen habe: (eine High-Res Version gibt es hier: ftp://ftp.salzburgresearch.at/pub/winterschool/winterschool_h264.mov

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Dec 19 2008

Was sind E-Portfolios?

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Vor ein paar Tagen wurde ich von einer Studentinnengruppe der TU Ilmenau zum Thema E-Portfolios interviewt. Das Interview hat ca. eine Stunde gedauert und hat ein breites Spektrum zum Thema umfasst. Parallel zu der Arbeit dokumentieren die verschiedenen StudentInnengruppen ihre Fortschritte in einem Weblog. Dieser bietet sehr interessante Einsichten und weitere Experteninterviews: http://e-portfolio-research.elearning2null.de/
Für diesen Weblog wurde ich gebeten, ein Kurzes Statement zum Thema “E-Portfolios” abzugeben. Dieser Bitte bin ich gerne nachgekommen …

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Dec 18 2008

Neue Ausgabe der Bildungsforschung: Reflexives Lernen

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Nach längerer Vorbereitungszeit ist gestern abend die neue Ausgabe der ‘bildungsforschung’ online gegangen.

bildungsforschung ist eine offen zugängliche, von Expertinnen und Experten begutachtete Online-Zeitschrift mit dem Ziel, den interdisziplinären Austausch auf dem Gebiet der Bildungsforschung zu pflegen.

Ich hatte die Ehre, zusammen mit Gabi Reinmann und Thomas Häcker diese Ausgabe als Mitherausgeber zu koordinieren. Das Thema "Reflexives Lernen" ist bis zu einem gewissen Grad recht eigennützig gewählt, schwebt in mir doch immer noch der Gedanke einer Dissertation, die sich mit Aspekten reflexiven Lernens befassten soll/wird. Daher habe ich auch selbst einen Artikel verfasst, der in der Ausgabe zu finden ist.

Was meine Lernkurve betrift, so war die mit der Herausgeberschaft sehr steil: Nicht nur, dass einige sehr interessante und gute Artikel eingereicht wurden, wurde mir beim Editieren der Ausgabe (in reinem HTML!) auch wieder der technologischen Ursprung des Internet so richtig bewußt. Darüber hinaus bin ich nun wieder ein wenig fitter im verfassen von Literaturlisten. :-). Danke, Sandra, für Deine Unterstützung!

Mein Artikel: "Theoretische Zugänge und Methoden zur Reflexion des Lernens. Ein Diskussionsbeitrag" befindet sich hier. Darin hab ich versucht, mir selbst einen Überblick über theoretischen Modelle, Konzepte und Theorien des Reflexiven Lernens zu veschaffen. Besonderes Augenmerk habe ich auf die "Reflexion über das Lernen" gelegt, mit dem Ergebnis, dass es hier nur sehr wenige theoretischen Ansätze gibt. Daher habe ich versucht, ein Modell von 3 Reflexionsebeben zu skizzieren (Reflexion über den Lerngegenstand, Reflexion über die Lernhandlung und Reflexion über das Lernvermögen). Darüber hinaus versuche ich das Problem einer differenzierten Betrachtung der "Reflexionskompetenz" mit dem Konzept der "Dialogischen Didaktik" nach Urs Ruf zu kreuzen. Das ist noch ein recht wages Modell - daher auch "Diskussionsbeitrag" - daher (oder gerade deswegen) freu mich über Feedback und Kommentare!

Die Ausgabe ist hier zu finden: http://bildungsforschung.org/Archiv/2008-02

ZUM SCHWERPUNKT "REFLEXIVES LERNEN"

EINZELBEITRAG

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Nov 18 2008

Twitter, Skype … eh alles das Gleiche, oder doch nicht?

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Schon lange nix mehr gepostet … liegt eher daran, dass ich zu viel zu tun habe und weniger, dass es nix interessantes gibt zu posten :-)

Also, ich beschäftige mich derzeit unter anderem mit "Mobile Communities". Somit hat mich auch das Twitter-Fieber erwischt … zumindest soviel, dass ich mich mal damit auseinandergesetzt habe. Ist doch eigentlich ganz lustig: Ich poste in einem Micro-Blog, was isch gerade mache und diejenigen die mir "followen" wissen (oder haben zumindest die Möglichkeit es zu wissen), was ich gerade tue. Klar, wenn es um´s Duschen geht, ist es vielleicht nicht so interessant aber wenn man Projektcommunitys hat, wäre es schon cool zu wissen, was die gerade tun (vielleicht beeinflusst das ja meine Entscheidung ob ich sie zu einem gewissen Problem anrufen kann oder besser erst später. Es ist schon lustig zu twittern. Man kommuniziert mit seiner Community auf eine ähnliche Weise wie Skype. Halt eher unverbindlich und nur selten direkt an eine bestimmte Person.

Was mich aber wirklich erstaunt hat ist, wie offen Twitter wirklich ist. Das es öffentlich ist, war ja klar, aber dass es freie Tools gibt, die das Twitter-verhalten als Statistik auswerfen, das ist schon krass.

Tweetstats ist nur ein Tool, es gibt (aufgrund der offenen API) eine Vielzahl an Tools. Aber in 2 Minuten bekommt man ein Profil von Leuten, das nicht nur für Arbeitgeber interessant sein könnte.

Also, mich hat das schon ein wenig erschreckt, wie einfach man sich ein (womöglich falsches) Bild von Leuten machen kann. Skype hat da schon noch was privates! Ich werde daher meine Twitterei in Zukunft doch eher auf eine beobachtende Rolle beschränken und spiele dann lieber mit anderen Tools - wie KWOUT, einem grafischen Zitationstool, das (wie den oben dargestellten) Screenshot webbasiert verwaltet und über einen Embed-Code einbindet - nettes Tool, danke Sigi für den Tipp!

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Sep 29 2008

Forschungsprojekt über Reflexion, Tagging und Delicious.com

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Christian Glahn von der Open University of the Netherlands hat auf der ICL ein interessantes Dissprojekt vorgestellt: ReScope. Es geht um Reflexion durch Tags die er anhand einer neuartig visualisierten TagCloud von Delicious.com (inklusive MicroBlog) analysiert.

Ihr könnt ihm bei seiner Diss helfen, indem Ihr Euch mit Eurem Delicious.com account bei der ReScope Plattform anmeldet - für Fragen steht der Phish108 gerne zur Verfügung. 

http://lo-f.at/glahn/blog/OfficialReScopeRequestForParticipation.html

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Sep 26 2008

ICL Villach

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Wieder eine Konferenz, auf der ich MOSEP vorstelle … Ist gut gelaufen, es scheint, dass wir mit unserer Idee des Portfoliobegleiterkurses von vor 3 Jahren immer noch am Puls der Zeit sind …

Hier auf der ICL komme ich mir vor wie in der Steinzeit: Behavioristische Settings, die an Schrecklichkeit nicht zu überbieten sind geben sich die Ehre, innovative Konzepte werden hier vorgestellt, die vor 3 Jahren von anderen schon publiziert wurden … wenigstens ist das Hotel ein Hit, die Dusche der Hammer und die Abende mit den anderen "Leidensgenossen" sehr angenehm. Greetings to Martin, Steve, Klaus, Mark,

Man kann aber nicht sagen, dass ich nichts mitnehme: Habe mich (wieder mal) mit dem Twitter/Twemes Phänomen ein wenig auseinandergesetzt und versuche, diese Art von "Presence-Tools" für den Aufbau und die Kommunikation innerhalb einer Community zu erleben.

Also, mein Twitter-account ist http://twitter.com/whilzen, hier auf der icl werden alle mit ‘#icl08′ versehenen Tweets zusammengefasst (http://twitter.com/home#icl08) und unter http://twemes.com/icl08 werden nicht nur alle Twitter-feeds mit ‘#icl08′ zusammengefasst, sondern auch noch alle flickr-pix mit dem tag ‘icl08′ http://www.flickr.com/photos/tags/icl08 und alle delicious bookmarks mit dem tag ‘icl08′. Klingt kompliziert, ist es aber nicht wirklich - nur verwirrend! Danke an phish108, der mir das so bereitwillig erklärt hat.

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Sep 18 2008

Auf der GMW 08

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Nach langem Urlaub :-) bin ich zur Zeit in Krems auf der GMW Tagung. Mein Beitrag war eine letzte Präsentation von unserem MOSEP Projekt - die Studien und DVDs sind weggegangen wie die warmen Semmeln, wer noch welche möchte, schreibt mir bitte ein e-mail. Leider geht das Wiki derzeit nicht mit dem Internet Explorer, ich hoffe, dass die neue Version vom IkeWiki das Problem in den Griff bekommt.

Ich bin nach den Keynotes eigentlich ein wenig enttäuscht: Irgendwie ändern sich die Themen nicht und fast alle Diskussionen hier haben wir vor 3 Jahren auch schon geführt. Auch ärgert es mich immer wieder, wenn in einer Community wie dieser RSS definiert wird und die Begriffe Web2.0 und Social Software zum Einen inflationär und zum Anderen undifferenziert verwendet werden:
Meine Unterscheidung dazu: Web2.0 ist das "Partizipative Web" - jeder kann mitmachen und publizieren, weil die Tools es mittlerweile auch den DAUs erlauben. Social Software stellt die menschliche Kommunikation und Interaktion in den Mittelpunkt. Also: Weblogs und Podcasts sind per se nicht Social Software, wenn sie nicht innerhalb einer Community oder einem Netzwerk gemeinsam gelebt werden!!
Trotzdem habe ich zunehmend den Eindruck, dass die Ernüchterung im Bereich E-Learning und E-Portfolio der letzten paar Jahre (zumindest ein Stückweit) überwunden wurde: Die Beispiele die ich (bis jetzt) gesehen habe, gehen schon weit über ein pilothaftes Versuchsstadium hinaus und werden auf eine solideBasis gestellt. Die Modelle sind m.E. auch übertragbar in andere Kontexte, da sie sehr gut aufbereitet und dokumentiert werden.

In meiner Session am Mittwoch Nachmittag hatte ich das Vergnügen, zwei interessante Praxisbeispiele zu kennenzulernen.

  • Claudia Bremer von der Uni Frankfurt stellte ein Konzept für ein Medienkompetezzertifikat für angehende LehrerInnen vor. Das interessante dabei war für mich, sich das Curriculum aus einzelnen, bestehenden Lehrveranstaltungen zusammensetzt, die für das Zertifikat einzeln akkreditiert werden. Der Run auf dieses Zertifikat ist so hoch, dass Studierende ihre Professoren dazu drängen, die Veranstaltung doch akkreditieren zu lassen, da sie thematisch gut dazu passen. Auch was die behandelten Spezialthemen betrifft setzen die Frankfurter hier gute Maßstäbe: So werden die Experten und Betreiber diverser Web2.0 Applikationen als Referenten eingeladen die auch einen Blick hinter die Kulissen erlauben. Alles in allem erscheint es mir als sehr sinnvolle Grundausbildung für LehrerInnen. Bisherige Modelle (z.B. ECDL als Einstellungskriterium an Pädagogischen Hochschulen) könnten sich hier eine Scheibe abschneiden - vielleicht finden sich diese Elemente auch in EPICT wieder.
  • Marc Egloffstein hat mit mit seiner Präsentation "E-Portfolios zur Unterstützung selbstorganisierter TutorInnentätigkeiten" ein schönes Beispiel für eine E-Portfolio Umsetzung gezeigt. Er hat mir damit auch einige Antworten gegeben auf Fragen, die ich selber nicht wirklich beantworten konnte (was damit zu tun hat, dass wir bei Salzburg Research keinen Ausbildungsbetrieb haben und das gesamte E-Portfolio Thema eher akademisch behandelt haben): Zum Einen wurde ein nachvollziehbares Betreuungsmodell für die Einstiegssemester gezeigt, dass durch das Zwischenschalten von höhersemestrigen Studierenden realisiert wurde. Dabei ist ein Betreuungsschlüssel von 1:4 eine durchaus bemerkenswerte Basis für E-Portfolioarbeit in einer Studieneingangsphase. Zum Anderen wurde ein sehr detailliertes Beurteilungskonzept vorgestellt, das in unterschiedlichen Kategorien und Gewichtungen eine nachvollziehbare Basis für eine E-Portfoliobeurteilung darstellt.
  • Martin Ebner hat (in Vertretung von Mandy Schiefner) seine Untersuchung über die Durchdringung von Internet, W-Lan und anderer technischer Spielzeuge an den Unis Graz und Zürich gezeigt. Ein Ergebnis, das ich für mich mitnehme ist: Computer und Internet sind bei 85-90% der Studierenden vorhanden. Das bedeutet, dass der tecnische Ausbau an den Unis in Richtung W-Lan gehen muss und weniger in EDV-Labors. Auch hat die Untersuchung gezeigt, dass die "NetGeneration" im Besten Fall eine technologisch gut ausgestattete Generation ist. Der Anteil von effektiver Nutzung von Social Software für das Lernen, arbeiten und studieren ist immer noch vergleichsweise gering. 
  • Nina Heinze von der Uni Augsburg stellte noch das Projekt I-Literacy vor: Für mich spannend zu sehen, wie die Medienkompetenz als Unterkategorie von Informationskompetenz definiert wird und welchen Stellenwert das Bewerten von Informationen (beispielsweise nach einer Recherche) hat. Die recht fetzige Plattfom mit Videotutorials kommt gut an, die 5 Themenbereiche (Mehthoden, wiss. Schreiben, Recherche, Präsentieren und Themenberabeitung) spannen einen großen Bogen über das Thema Informationskompetenz. Bin gespannt, wie die Evaluation im Echtbetrieb ausgeht.

Ach ja, und Sandra Hofhues von der Uni Augsburg hat (mit Gabi Reinmann und Vicky Wagensommer) den Best Paper Award der GMW gewonnen: GRATULIERE. Ich bin schon gespannt, was sie mit dem "L-Plus" Assessmenttool anfangen wird :-).

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May 06 2008

Tools für E-Learning

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Bei meinen Recherchen finde ich immer wieder Tools, die in irgendeiner Form für das Lernen eingesetzt werden (können), Mein Interesse gilt natürlich den Tools, die einfach sind und trotzdem das Lernen in seiner Komplexität unterstützen.

Das ich (Gott sei Dank) nicht alleine bin mit der Suche zeigt folgende Liste: darin sind die Top 100 Tools für Lernen aufgelistet, inklusive Lizenzmodell, Link für Download sowie das Vorjahres-Ranking.

http://c4lpt.co.uk/recommended/top100.html
The list is compiled from the contributions of 155 learning professionals (from both education and workplace learning) who shared their Top 10 Tools for Learning both for their own personal learning/ productivity and for creating learning solutions for others

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Apr 11 2008

E-Portfolios für alle bis 2010, oder doch nicht?

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Wer mich kennt weiß, dass ich die ein oder andere Sache mit E-Portfolios zu tun habe. Einer der Vorreiter der Europäischen E-Portfolio Bewegung, Serge Ravet von EIfEL, hat kürzlich in seinem Blog bemerkt, dass seine Vision von “E-Portfolio für alle bis 2010″ nach seinem heutigem Ermessen (und nach einer “Nachjustierung” seiner Vision) wohl eher dem Streben nach einer (durch verschiedene Tools vernetzten) digitalen Identität ist.

Hmm, das klingt schon eher wahrscheinlich. Ein E-Portfolio als (wie es Graham Attwell ausdrückt) Personal Learning Environment, das sich aus einer Kombination vieler lustiger Webtools zusammensetzt, ist, zumindest in der digitalen Welt, sicher die logischerer Konsequenz aus den derzeitigen Entwicklungen und der Vielzahl an Tools, die es gibt. ABER: Wenn ich E-Portfolios als (wie wir immer behaupten) Methode für kompetenzorientierts Lernen sehe, dann ist für mich nun endgültig klar, dass sich EIfEL mit seinen Aktivitäten doch in eine andere Richtung entwickelt, als ich es für die E-Portfolio Welt es mir wünschen würde. Auch die Bestrebungen von EIfEL, mit dem HR-XML Konsortium um technische Schnittstellen zu HR-Systemen zu ringen, ist für mich ein Indiz, dass nun doch immer weniger der/die LernerIn im Mittelpunkt steht.

Aber, was sind E-Portfolios dann wirklich? E-Portfolios sind (wenn man den Artikel von Cohn & Hibbits beachtet, vor allem dei Warnung vor “E-Portfolios als Silo-Systeme”) in Ihrer Uridee als vernetzte Elemente zu sehen, die in ihrer Gesamtheit ein umfassendes Bild eines Kompetenzptprofils zeigen sollen. Mich als (ehemaligen) Lehrer interessiert natürlich der Prozess, wie es zu diesen Kompetenzprofilen kommt - also das Lernen selbst.

Nach meinem Verständnis sollten E-Portfolios als Methode verstanden werden, die den Prozess der Kompetenzentwicklung unterstützen soll (einige Gedanken finde sich sicher in meiner Publikationsliste wieder). E-Portfolio (vor allem als inflationär gebrauchtes Buzzword) wird aber m.E. zunehmend missverstanden - mit der Reduktion auf die Technik haben wir ja auch schon immer gekämpft. Wenn nun aber EIfEL auch noch in diese Kerbe schlägt, indem Serge seine Vision von “ePortfolio for all” mit “digital Identity for all” gleichsetzt, dann stellt sich mir die Frage, ob ich oder er E-Portfolios immer falsch verstanden habe.

Digitale Identitäten aufzubauen, in diesen zu leben und damit verfolgbare Spuren zu hinterlassen (die dadurch Kompetenzen verdeutlichen) ist ein Phänomen, dass sich an der rasanten Entwicklung der gesamten Social Software Szene deutlich zeigt. Aber E-Portfolios nun damit gleichzusetzen …. ich weiß nicht ??

Unser Bildungssystem räumt dem selbstorganisierten bzw. selbstbestimmten Lernen derzeit keinen oder nur wenig Platz ein (sorry, ich glaube dass hier einige meinr KollegInnen aufschreienwerden). Die Verwendung der “lustigen” Web-Werkzeuge alleine und das Aufbauen einer digitalen Identität wird aber hier nicht ausreichen, um der E-Portfolio Idee (nach meinem Verständnis) gerecht zu werden. Wenn es die derzeitigen Entwicklungen also verlagen, sollte man sich wohl als Konsequenz daraus einen neuen Terminus überlegen .. aber welchen?? Bin gspannt, wie Ihr das seht.

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Apr 10 2008

Von Paralleluniversen und neuen Kommunikationsformen

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Heute saßen wir zusammen bei einer Besprechung für unsere EduMedia Konferenz, die im Juni in St.Virgil in Salzburg stattfinden wird. Erstmals wollen wir ein neues Setting ausprobieren - ein World Café! Ich war mal auf einem Open Space, World Café ist mir neu - wird sicher lustig …

Bei der Besprechung ging es um die Fragestellung, die wir im World Cafés erarbeiten wollen. Bei einem Hirnsturm kam mir ein Gedanke, die sich in dieser Form zwar nur teilweise im World Café widerspiegeln wird, den ich hier aber mal zu Blog bringen will.

Es geht um die Verzahnung der digitalen mit der analogen Welt - und dem Phänomen, dass sich die beiden Welten fast wie “Paralleluniversen” verhalten, wo die eine Seite nicht weiß, was die andere tut. Leute (vor allem in meinem Arbeitsumfeld) die in digitalen Welten leben, haben sich “digitale Identitäten” geschaffen und haben ein gemeinsames Verständnis von Dingen, über die sie reden. Sie bedienen sich vielfältiger Kommunikationskanäle, die analog gar nicht möglich wären. Ob bloggen, twittern oder plazern, ob Facebook, LinkedIN oder Xing, ob Skype, DimDim oder SipGate … Kommunikation wie unterschiedlicher nicht sein kann. Aber neben den Werkzeugen, die man verwendet, ist die Art der Kommunikation interessant: Bloggen tut man für sich selbst. (Oder - oh Wunder - doch nicht?? Mein erster Eintrag ist nicht unentdeckt geblieben, und das motiviert :-) Danke Leute, für die Kommentare und Grüße!). Also: bloggen ist (grundsätzlich) passive Kommunikation, die Zuhörer kommen von alleine (oder auch nicht). Das ist also eine Art “Pull Kommunikation” - heißt das so, liebe Kommunikationswissenschafter? Auch twittern, plazern oder seinen Mood-Status in Skype abgeben (auch “Presence” für Moodstatus oder Location Aware Services für “wo bin ich gerade”-Tools): da gibt es keinen Adressaten - nur eine Community die es interessiert (oder auch nicht). Beispiele für neue Kommunikationskanäle gibt es genügend.

Die Frage ist aber: Können Leute aus der analogen Welt eine solche Art der (neuen digitalen) Kommunikation verstehen? Können sie die Vielfältigkeit und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten nachvollziehen? Oder ist das für Leute, die so etwas nicht kennen (geschweige denn selber tun) nur ein weiterer Auswuchs einer neuen (verrückten und digital abhängigen) Generation, der völlig unverständlich ist?

Die Frage die sich mir da aufdrängt: leben wir in diese beiden Welten so nebeneinander her, dass die Informationen, die aus einer der Welten entstammen, in Zukunft auch NUR für diese Welt greifbar sind? Beeinflussen digitale Kommunikationswege und -mittel auch wiederum nur die digitale Welt?? Oder wird es eine zunehmende Verzahnung geben, dass (ähnlich wie das Internet als “Nachschlagewerk”) diese Kommunikationskanäle in beiden Universen einzug halten wird?

Man wird sehen :-)

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Apr 04 2008

Bloggen und das “Hello World” in der Blogosphere ..

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Meine Kollegin Sandra hat mir in meinem ersten (obligatorischen) “Hello World” Blogeintrag einen Kommentar hinterlassen, nur damit sich bei Ihrer IGoogle Seite mal was tun bei dem RSS Feed :-). Also dachte ich, dass ich ein abendliches Fernsehzappen auch mit dem Nachdenken über mein oft gepriesenes “Reflexionsinteresse” verbringen kann. Ich kann doch nicht eine Diss schreiben wollen über “Explizieren von Reflexion und wie es mein Lernen beeinflusst”, ohne dass ich selber über diesen Reflexionsprozess reflektiert zu haben - wenn auch nur um damit meine Anfangsschwierigkeiten überwinden zu können :-).

Das Reflektieren durch Aufschreiben von Gedanken und das Teilen dieser Gedanken mit “Gleichgesinnten” zwingt den Reflektierenden, sich verständlich zu erklären. Komplexe Zusammenhänge müssen erläutert werden woduch Verständlichkeit gewonnen wird. Diese Verständlichkeit verdeutlicht größere Zusammenhänge. Das Erlangen von Verständlichkeit bedeutet lernen. Lernen = Verstehen! (Wer hat noch nicht beim Lernen durch Erklären plötzlich neue Erkenntnisse gewonnen? Oder geht nur mir als Lehrer dieses Fähigkeit, Sachen zu erklären, so leicht von der Hand?? :-)). Die Gruppe der Gleichgesinnten - die Community - verfolgt die Aktivitäten durch RSS, Blogrolls und Trackbacks, wodurch ein gemeinsames Verständnis einer Wissensdomaine entsteht - die Community entwickelt sich also weiter … sie lernt!

Also versuche ich jetzt, den Reflexionen dieser Community zu folgen (sozuagen auf deren “meta-ebene” ;-) ). Dazu hab ich mir mal ein IGoogle eingerichtet und die Feedrader von ein paar wichtigen Kollegen, Partnern und Freunden eingerichtet. Von meinen Gleichgesinnten also! (Der Vienna-Feedreader auf meine Mac war irgendwie so “nüchtern” und das IGoogle ist schon ein lustiges Spielzeug) Um auch selber dieser Community was zu “zurückzugeben”, versuche ich hier in diesem Blog meine bescheidenen Gedanken auch aufzuschreiben - zu explizieren - um selber zum Verständnis größerer Zusammenhänge zu kommen - um zu lernen!

Hello World in der Blogosphere also!

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