May 06 2008

Tools für E-Learning

Published by Wolf under deutsch

Bei meinen Recherchen finde ich immer wieder Tools, die in irgendeiner Form für das Lernen eingesetzt werden (können), Mein Interesse gilt natürlich den Tools, die einfach sind und trotzdem das Lernen in seiner Komplexität unterstützen.

Das ich (Gott sei Dank) nicht alleine bin mit der Suche zeigt folgende Liste: darin sind die Top 100 Tools für Lernen aufgelistet, inklusive Lizenzmodell, Link für Download sowie das Vorjahres-Ranking.

http://c4lpt.co.uk/recommended/top100.html
The list is compiled from the contributions of 155 learning professionals (from both education and workplace learning) who shared their Top 10 Tools for Learning both for their own personal learning/ productivity and for creating learning solutions for others

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Apr 11 2008

E-Portfolios für alle bis 2010, oder doch nicht?

Published by Wolf under deutsch, my Pensieve

Wer mich kennt weiß, dass ich die ein oder andere Sache mit E-Portfolios zu tun habe. Einer der Vorreiter der Europäischen E-Portfolio Bewegung, Serge Ravet von EIfEL, hat kürzlich in seinem Blog bemerkt, dass seine Vision von “E-Portfolio für alle bis 2010″ nach seinem heutigem Ermessen (und nach einer “Nachjustierung” seiner Vision) wohl eher dem Streben nach einer (durch verschiedene Tools vernetzten) digitalen Identität ist.

Hmm, das klingt schon eher wahrscheinlich. Ein E-Portfolio als (wie es Graham Attwell ausdrückt) Personal Learning Environment, das sich aus einer Kombination vieler lustiger Webtools zusammensetzt, ist, zumindest in der digitalen Welt, sicher die logischerer Konsequenz aus den derzeitigen Entwicklungen und der Vielzahl an Tools, die es gibt. ABER: Wenn ich E-Portfolios als (wie wir immer behaupten) Methode für kompetenzorientierts Lernen sehe, dann ist für mich nun endgültig klar, dass sich EIfEL mit seinen Aktivitäten doch in eine andere Richtung entwickelt, als ich es für die E-Portfolio Welt es mir wünschen würde. Auch die Bestrebungen von EIfEL, mit dem HR-XML Konsortium um technische Schnittstellen zu HR-Systemen zu ringen, ist für mich ein Indiz, dass nun doch immer weniger der/die LernerIn im Mittelpunkt steht.

Aber, was sind E-Portfolios dann wirklich? E-Portfolios sind (wenn man den Artikel von Cohn & Hibbits beachtet, vor allem dei Warnung vor “E-Portfolios als Silo-Systeme”) in Ihrer Uridee als vernetzte Elemente zu sehen, die in ihrer Gesamtheit ein umfassendes Bild eines Kompetenzptprofils zeigen sollen. Mich als (ehemaligen) Lehrer interessiert natürlich der Prozess, wie es zu diesen Kompetenzprofilen kommt - also das Lernen selbst.

Nach meinem Verständnis sollten E-Portfolios als Methode verstanden werden, die den Prozess der Kompetenzentwicklung unterstützen soll (einige Gedanken finde sich sicher in meiner Publikationsliste wieder). E-Portfolio (vor allem als inflationär gebrauchtes Buzzword) wird aber m.E. zunehmend missverstanden - mit der Reduktion auf die Technik haben wir ja auch schon immer gekämpft. Wenn nun aber EIfEL auch noch in diese Kerbe schlägt, indem Serge seine Vision von “ePortfolio for all” mit “digital Identity for all” gleichsetzt, dann stellt sich mir die Frage, ob ich oder er E-Portfolios immer falsch verstanden habe.

Digitale Identitäten aufzubauen, in diesen zu leben und damit verfolgbare Spuren zu hinterlassen (die dadurch Kompetenzen verdeutlichen) ist ein Phänomen, dass sich an der rasanten Entwicklung der gesamten Social Software Szene deutlich zeigt. Aber E-Portfolios nun damit gleichzusetzen …. ich weiß nicht ??

Unser Bildungssystem räumt dem selbstorganisierten bzw. selbstbestimmten Lernen derzeit keinen oder nur wenig Platz ein (sorry, ich glaube dass hier einige meinr KollegInnen aufschreienwerden). Die Verwendung der “lustigen” Web-Werkzeuge alleine und das Aufbauen einer digitalen Identität wird aber hier nicht ausreichen, um der E-Portfolio Idee (nach meinem Verständnis) gerecht zu werden. Wenn es die derzeitigen Entwicklungen also verlagen, sollte man sich wohl als Konsequenz daraus einen neuen Terminus überlegen .. aber welchen?? Bin gspannt, wie Ihr das seht.

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Apr 10 2008

Von Paralleluniversen und neuen Kommunikationsformen

Published by Wolf under deutsch, my Pensieve

Heute saßen wir zusammen bei einer Besprechung für unsere EduMedia Konferenz, die im Juni in St.Virgil in Salzburg stattfinden wird. Erstmals wollen wir ein neues Setting ausprobieren - ein World Café! Ich war mal auf einem Open Space, World Café ist mir neu - wird sicher lustig …

Bei der Besprechung ging es um die Fragestellung, die wir im World Cafés erarbeiten wollen. Bei einem Hirnsturm kam mir ein Gedanke, die sich in dieser Form zwar nur teilweise im World Café widerspiegeln wird, den ich hier aber mal zu Blog bringen will.

Es geht um die Verzahnung der digitalen mit der analogen Welt - und dem Phänomen, dass sich die beiden Welten fast wie “Paralleluniversen” verhalten, wo die eine Seite nicht weiß, was die andere tut. Leute (vor allem in meinem Arbeitsumfeld) die in digitalen Welten leben, haben sich “digitale Identitäten” geschaffen und haben ein gemeinsames Verständnis von Dingen, über die sie reden. Sie bedienen sich vielfältiger Kommunikationskanäle, die analog gar nicht möglich wären. Ob bloggen, twittern oder plazern, ob Facebook, LinkedIN oder Xing, ob Skype, DimDim oder SipGate … Kommunikation wie unterschiedlicher nicht sein kann. Aber neben den Werkzeugen, die man verwendet, ist die Art der Kommunikation interessant: Bloggen tut man für sich selbst. (Oder - oh Wunder - doch nicht?? Mein erster Eintrag ist nicht unentdeckt geblieben, und das motiviert :-) Danke Leute, für die Kommentare und Grüße!). Also: bloggen ist (grundsätzlich) passive Kommunikation, die Zuhörer kommen von alleine (oder auch nicht). Das ist also eine Art “Pull Kommunikation” - heißt das so, liebe Kommunikationswissenschafter? Auch twittern, plazern oder seinen Mood-Status in Skype abgeben (auch “Presence” für Moodstatus oder Location Aware Services für “wo bin ich gerade”-Tools): da gibt es keinen Adressaten - nur eine Community die es interessiert (oder auch nicht). Beispiele für neue Kommunikationskanäle gibt es genügend.

Die Frage ist aber: Können Leute aus der analogen Welt eine solche Art der (neuen digitalen) Kommunikation verstehen? Können sie die Vielfältigkeit und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten nachvollziehen? Oder ist das für Leute, die so etwas nicht kennen (geschweige denn selber tun) nur ein weiterer Auswuchs einer neuen (verrückten und digital abhängigen) Generation, der völlig unverständlich ist?

Die Frage die sich mir da aufdrängt: leben wir in diese beiden Welten so nebeneinander her, dass die Informationen, die aus einer der Welten entstammen, in Zukunft auch NUR für diese Welt greifbar sind? Beeinflussen digitale Kommunikationswege und -mittel auch wiederum nur die digitale Welt?? Oder wird es eine zunehmende Verzahnung geben, dass (ähnlich wie das Internet als “Nachschlagewerk”) diese Kommunikationskanäle in beiden Universen einzug halten wird?

Man wird sehen :-)

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Apr 04 2008

Bloggen und das “Hello World” in der Blogosphere ..

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Meine Kollegin Sandra hat mir in meinem ersten (obligatorischen) “Hello World” Blogeintrag einen Kommentar hinterlassen, nur damit sich bei Ihrer IGoogle Seite mal was tun bei dem RSS Feed :-). Also dachte ich, dass ich ein abendliches Fernsehzappen auch mit dem Nachdenken über mein oft gepriesenes “Reflexionsinteresse” verbringen kann. Ich kann doch nicht eine Diss schreiben wollen über “Explizieren von Reflexion und wie es mein Lernen beeinflusst”, ohne dass ich selber über diesen Reflexionsprozess reflektiert zu haben - wenn auch nur um damit meine Anfangsschwierigkeiten überwinden zu können :-).

Das Reflektieren durch Aufschreiben von Gedanken und das Teilen dieser Gedanken mit “Gleichgesinnten” zwingt den Reflektierenden, sich verständlich zu erklären. Komplexe Zusammenhänge müssen erläutert werden woduch Verständlichkeit gewonnen wird. Diese Verständlichkeit verdeutlicht größere Zusammenhänge. Das Erlangen von Verständlichkeit bedeutet lernen. Lernen = Verstehen! (Wer hat noch nicht beim Lernen durch Erklären plötzlich neue Erkenntnisse gewonnen? Oder geht nur mir als Lehrer dieses Fähigkeit, Sachen zu erklären, so leicht von der Hand?? :-)). Die Gruppe der Gleichgesinnten - die Community - verfolgt die Aktivitäten durch RSS, Blogrolls und Trackbacks, wodurch ein gemeinsames Verständnis einer Wissensdomaine entsteht - die Community entwickelt sich also weiter … sie lernt!

Also versuche ich jetzt, den Reflexionen dieser Community zu folgen (sozuagen auf deren “meta-ebene” ;-) ). Dazu hab ich mir mal ein IGoogle eingerichtet und die Feedrader von ein paar wichtigen Kollegen, Partnern und Freunden eingerichtet. Von meinen Gleichgesinnten also! (Der Vienna-Feedreader auf meine Mac war irgendwie so “nüchtern” und das IGoogle ist schon ein lustiges Spielzeug) Um auch selber dieser Community was zu “zurückzugeben”, versuche ich hier in diesem Blog meine bescheidenen Gedanken auch aufzuschreiben - zu explizieren - um selber zum Verständnis größerer Zusammenhänge zu kommen - um zu lernen!

Hello World in der Blogosphere also!

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